Wir über uns - Geschichte

Frauen und Mädchen sind im privaten wie im öffentlichen Leben immer wieder mit Männergewalt konfrontiert.

Was können wir in Köln dagegen tun? Diese Frage stand für 14 VertreterInnen von Frauenprojekten, Männergruppen und anderen Organisationen sowie einige engagierte Einzelpersonen im Vordergrund, als sie am 25.8.2000 das "Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen" ins Leben riefen.

Ziel des Bündnisses ist es, jegliche Form von Männergewalt gegen Frauen sichtbar zu machen; in Köln ein Klima zu schaffen, in dem Männergewalt an Frauen geächtet wird; alltägliche Gewalt gegen Frauen auf einer breiten Basis öffentlich zu diskutieren und Gegenstrategien zu entwickeln.

So organisierte das Aktionsbündnis - übrigens der erste Zusammenschluss gegen Männergewalt in Köln, der von Männern und Frauen GEMEINSAM getragen wird - eine Veranstaltung zum 25.11., dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Sven Ottke stand Pate für die Aktion

Der Boxweltmeister Sven Ottke konnte als Pate gewonnen werden, die vier BürgermeisterInnen der Stadt, Renate Canisius, Josef Müller, Angela Spizig und Manfred Wolf, übernahmen die Schirmherrschaft. Zudem verabschiedete der Rat der Stadt Köln im Vorfeld einstimmig eine Resolution, in der alle KölnerInnen unter der Überschrift "Keine Toleranz für Gewalt gegen Frauen" u.a. dazu aufgefordert wurden, sich an der Veranstaltung am 25.11. zu beteiligen.

Dank des unermüdlichen Engagements aller Beteiligten, die u.a. mit eigener Webpräsenz, mehreren Pressekonferenzen und einer groß angelegten Plakataktion auf die Veranstaltung aufmerksam machten, wurde der Abend im Kölner Gürzenich ein voller Erfolg: 25 Gruppen und Projekte aus Köln konnten bei einer Infobörse ihre Arbeit vorstellen, dazu gab es eine Podiumsdiskussion mit anschließendem Kulturprogramm und eine Ausstellung. Nach Schätzung des Kölner Stadtanzeigers fanden sich über 600 Interessierte im Gürzenich ein.

Ina Rumpf und Hans Meiser moderierten die Podiumsdiskussion

Renate Canisius sprach als Vertreterin der Schirmherren zur Eröffnung des Abends ein Grußwort. Im Anschluß daran präsentierten die MAGIC STREET VOICES den eigens für diese Aktion geschriebenen Song "Du bist dran Mann" (auf CD erhältlich), in dem die fünf MusikerInnen Männer auffordern, etwas gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen zu tun.

Danach moderierten Ina Rumpf (Radio Köln) und Hans Meiser (RTL) eine Diskussionsrunde mit Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen, z.B. Frauenprojekte, Männergruppen, Kripo Köln, Presserat, Werberat. Auch das Publikum kam ausgiebig zu Wort, so daß sich über zwei Stunden hinweg ein äußerst angeregter Meinungsaustausch entwickelte.

Den Abschluß bildete ein Kulturprogramm mit Kabarett von Dada Stievermann und Musik von Marie Luise Nikuta und den MAGIC STREET VOICES. Eine CD mit dem Mitschnitt der kompletten Veranstaltung ist über den Kölner Notruf e.V. zu beziehen.

Viele Prominente beteiligten sich an der Ausstellung

An der Ausstellung "Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen", beteiligten sich u.a. zahlreiche Prominente aus Politik, Medien, Kunst, Kultur und Sport, darunter der OB Fritz Schramma, Mariele Millowitsch, Jürgen Becker, Esther Schweins, Joey Kelly, Hella von Sinnen und der Innenminister von NRW, Dr. Fritz Behrens. Die Ausstellung war bereits vorab im Gürzenich zu sehen und wurde am 26.11. im Spanischen Bau des Rathauses von der Bürgermeisterin Angela Spizig offiziell eröffnet, wo sie noch 2 Wochen besichtigt werden konnte.

Der 25.11. soll sich als Aktionstag etablieren

Insgesamt konnten wir also eine äußerst positive Bilanz ziehen. Die sehr gute Resonanz in der Öffentlichkeit, die Bereitschaft von Prominenten und SponsorInnen, unser Anliegen aktiv zu unterstützen, und die zahlreichen positiven Reaktionen nach der Veranstaltung haben uns gezeigt, daß der Kampf gegen Männergewalt in Köln auf einer breiten Basis steht.
Jede/r, der/die in Zukunft dazu beitragen will, ist herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Wir freuen uns über weiteren Zuwachs und Unterstützung jeder Art sowie Feedback von allen Interessierten!

25.08.2000

Gründung des Kölner Aktionsbündnisses zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen.

Zum ersten Mal haben sich Frauen und Männer in Köln zusammengefunden, um auf das Thema Männergewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.
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16.11.2000

Resolution des Kölner Rates: Keine Toleranz für Gewalt an Frauen!

Der Kölner Rat verabschiedete eine Resolution gegen Gewalt an Frauen. Gleichzeitig riefen die Kölner Räte alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, sich an dem Aktionsabend gegen Gewalt an Frauen im Gürzenich zu beteiligen.
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25.11.2000

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen 2000

Das Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen organisierte eine Infoveranstaltung im Kölner Gürzenich mit Informationen, Diskussionsforum, Kunst und Kultur rund um das Thema "Männergewalt an Frauen". Schirmherrschaft hatten die vier Kölner BürgermeisterInnen: Renate Canisius, Josef Müller, Angela Spizig und Manfred Wolf. Pate der Veranstaltung war Boxweltmeister Sven Ottke; Moderation: Ina Rumpf und Hans Meiser.

 

26.11.2000

Eröffnung der Ausstellung "Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen"

An der Ausstellung, die im Spanischen Bau des Rathauses von der Bürgermeisterin Angela Spizig offiziell eröffnet wurde, haben sich zahlreiche Prominente und Nicht-Promis beteiligt.

 

19.12.2000

Übergabe eines Forderungskataloges an Kölner Politik und Medien

Vertreter des Aktionsbündnisses übergaben einen Forderungskatalog mit 7 Forderungen und 3 Wünschen an die Kölner BürgermeisterInnen und die Kölner Presse.
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05.04.2001

Gründung des Vereins Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen e.V.

Der Verein hat das vorrangige Ziel, die Arbeit des Aktionsbündnisses zu unterstützen und ist offen für weitere Mitglieder und Fördermitglieder.
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  Weitere Informationen über die Aktivitäten des Aktionsbündnisses in den letzten Jahren finden Sie unter dem Navigationspunkt "Aktivitäten chronologisch".