Unsere Aktivitäten - 2007

Eine auf zehn Exponate reduzierte und überarbeitete Version der Ausstellung "Das Fräulein und der Stöckelschuh" wurde im Frauenzentrum des Evangelischen Kirchentages präsentiert und stieß dabei auf reges Interesse.

Die Ausstellung 'Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Frauen und Mädchen' wurde am 6. Juni 2007 bei einer Veranstaltung zum Thema ‚Zwangsheirat' vom Deutsch-Iranischen Frauenintegrationsverein e.V. in Düsseldorf gezeigt.

Die Ausstellung ist als eine Ausstellungskarawane durch die Evangelischen Kirchengemeinden getourt. Die Karawane ist Ende Januar 2007 im Haus der Evangelischen Kirche zu Ende gegangen. Es gibt jetzt insgesamt rund 60 großgezogene, laminierte Exponate und rund 260 in Büchern gebundene Beiträge.

Vom 19. bis einschließlich 25.11. wird 'Mein Beitrag für Köln' im Domforum zu sehen sein. Dort steht sie im Zusammenhang mit einer Aktionswoche zum Thema 'Gewalt gegen Frauen', die von verschiedenen katholischen Einrichtungen (z.B. SKF, Katholikenausschuss, Generalvikariat Referat Frauenseelsorge) organisiert wird. Die Ausstellung wird am Montag, 19. November um 17 Uhr mit der Lesung "Träume und Tränen" eröffnet.

Am 16.8.2007 hat im Bürgerhaus Stollwerck eine Veranstaltung des Arbeitskreises "Gegen Gewalt an Frauen und Kindern" in Kooperation mit der Polizei Köln und dem "Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen" mit dem Titel "Stalking - Informationen und Tipps für Betroffene und Interessierte" stattgefunden.
Nach einer Begrüßung durch Katlen Peter (Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern) hat Heike Afflerbach (KK Vorbeugung der Polizei Köln) die Definition von Stalking und Verhaltenstipps für Betroffene vorgestellt. Dr. Annette Wittmütz (Rechtsanwältin und Mediatorin, Mitglied des "Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen") hat die neue Rechtslage von Stalking-Delikten erläutert sowie die rechtlichen Möglichkeiten gezeigt, gegen StalkerInnen vorzugehen. Das Thema "Stalking aus der Sicht des Opferschutzes und das Kölner Hilfesystem" wurde von Werner Adamek (Opferschutzbeauftragter der Polizei Köln) vorgestellt.

Informationen zu der neuen Rechtslage von Stalking-Delikten (PDF)

Informationen zur Veranstaltung (PDF)

Am Samstag, 24.11. hat das 1. Kölner Fachforum zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen - Thema: Frauen mit Migrationshintergrund unter der Schirmherrschaft von Marlis Bredehorst (Dezernentin für Soziales, Umwelt und Integration) und Tayfun Keltek (Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Köln) im Bürgerzentrum Alte Feuerwache stattgefunden.


Dr. Monika Schröttle

In ihrem Einstiegsvortrag "Gewalt gegen Migrantinnen und Nicht-Migrantinnen in Deutschland - Mythos und Realität kultureller Unterschiede" erläuterte Dr. Monika Schröttle vom Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Bielefeld spezielle Aspekte ihrer 2004 veröffentlichten, bundesweiten Studie. Diese stellt die erste repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland dar.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Kölner Beratungseinrichtungen und Migrantenorganisationen - agisra Köln e.V., Begegnungs- und ortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V., Frauen helfen Frauen e.V., Frauenberatung Kalk, Gesundheitszentrum für MigrantInnen, Internationale Familienberatung der Caritas, Phönix Köln e.V. und das Zentrum für Islamische Frauenforschung und
Eine der Diskussionsrunden
Eine der Diskussionsrunden
Frauenförderung e.V. - gemeinsam mit dem interessierten Fachpublikum über unterschiedliche Fragestellungen. So z.B.: Können die Hauptaussagen der Studie für Köln bestätigt werden? Welche Erfahrungen haben die spezifischen Beratungsstellen? Wie offen ist das Kölner Frauenberatungsnetz? Wo sind Lücken/Defizite? Wie kann der Zugang für Frauen mit Migrationshintergrund verbessert werden? Was können Politik, Verwaltung, Öffentlichkeit tun und welche Aufgaben müssen die Migranten-Selbstorganisationen anpacken?

Einmütig wurde von vielen Anwesenden der Wunsch geäußert, dass in Köln ein Netzwerk zum Thema "Gewalt gegen Frauen mit Migrationshintergrund" gegründet werden müsse. Der Informationsfluss solle verbessert werden.
Die Entwicklung gemeinsamer Konzepte zur Präventionsarbeit sowie eine lösungsorientierte Öffentlichkeitsarbeit wurden eingeklagt.

Als Veranstalter des Fachforums wird das Aktionsbündnis "Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen" in der nächsten Zeit konkrete Vorschläge machen, wie die stadtweit begonnene Diskussion weitergeführt und wie das gewünschte Netzwerk initiiert werden kann.

Ausführliche Informationen über die Veranstaltung finden Sie in der hier vorliegenden Pressemitteilung