Unsere Aktivitäten - 2006

25.11.2006 - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Theater - Podiumsgespräch - Informationen

Sexualisierte Gewalt in Schulen und Jugendeinrichtungen
Wie gehen wir damit um?
Wo stehen wir?
Was brauchen wir?

Neben der Auseinandersetzung mit den oben gestellten Fragen ist auch die Verantwortung ALLER Thema - denn jede/r Erwachsene trägt Verantwortung dafür, wie in dieser Gesellschaft mit (sexualisierter) Gewalt umgegangen wird!

Literatur- und Medienliste zur Veranstaltung am 25.11.2006
"Sexualisierte Gewalt in Schulen und Jugendeinrichtungen" (Word-Format)

  • Start: 14 Uhr, Ende: 17 Uhr
  • Ort: Stadtgarten, Venloer Str. 40, 50672 Köln
  • Eintritt frei (Spende erwünscht)
  • Schirmfrauen: die Journalistin und Moderatorin Bettina Böttinger und die Vize-Regierungspräsidentin Ulrike Schwarz

Lilly Walden

Zum Einstieg ins Thema: "Der Schatten der Lawine" (Deutscher Kleinkunstpreis 1989) mit Lilly Walden vom Berliner Theater ‚Wilde Mischung' (www.wilde-mischung.de) - Ein Stück über Gewalt und Vergewaltigung und unseren Umgang damit.
Lilly Walden spielt fünf Männer und vier Frauen; Ort: Lehrerzimmer einer Schule.

Aus der Beschreibung des Stückes:
"Keine Ehrfurcht vor Gewalt! Im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen interessiert uns nicht die Darstellung einer Vergewaltigung, sondern uns interessiert:

  • Was ist eine Vergewaltigung?
  • Warum passiert sie?
  • Was sind die Formen des alltäglichen Umgangs mit Gewalt und Vergewaltigung?
  • Wer redet über Gewalt und Vergewaltigungen und warum?
  • Wer vergewaltigt?"

Anschließend Podiumsgespräch mit

  • Dr. Inge von Bönninghausen (Moderation)
  • Hanna Dirk (LOBBY FÜR MÄDCHEN - Mädchenhaus Köln e.V.)
  • Jakob Klütsch (Familienberatung der Stadt Köln, SP Jungenarbeit)
  • Lilly Walden
  • Albert Almering (Lehrer an der Ursula-Kuhr-Schule in Köln-Heimersdorf)
  • Jutta Schreiber (Regierungsschuldirektorin)
  • Sebastian Gutknecht (Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Landesstelle NRW)
  • Otmar Finkler (Leiter des Kriminalkommissariats Vorbeugung der Kriminalpolizei Köln)

Rege Publikumsbeteiligung erwünscht - eigene Erfahrungen, Wünsche, Forderungen?

Außerdem:

  • Musikalisches Rahmenprogramm: Live-Musik mit der ‚Blue George Band’ – New Blues and Soul (www.bluegeorge.de)
  • Infostände im Foyer
  • Kinderbetreuung nach vorheriger Anmeldung möglich
  • Gebärdendolmetscherinnen von ‚Skarabee’ (www.skarabee.de) übersetzen die gesamte Veranstaltung für Gehörlose
  • Zugang mit Rollstühlen möglich
  • Die Gastronomie im Stadtgarten ist ausgezeichnet: ab 12 Uhr und nach Beendigung der Veranstaltung gibt es auch die Möglichkeit, hier zu essen
  • Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel: KVB-Haltestellen Friesenplatz oder Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West in unmittelbarer Nähe; DB Bahnhof West
  • Parkplätze: kostenpflichtige Parkplätze bei den Supermärkten direkt gegenüber oder Spichernstraße/Ecke Herwarthstraße.

VeranstalterInnen:
Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen e.V. in Kooperation mit:
LOBBY FÜR MÄDCHEN - Mädchenhaus Köln e.V., Notruf für vergewaltigte Frauen - Frauen gegen Gewalt e.V., Frauenreferat des Kirchenverbandes Köln und Umgebung

Der Flyer zu der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden. Wir senden Ihnen den Flyer auch gerne per Post zu.
Kontakt und weitere Infos:
Tel.: 0221/1207367 oder info@gemeinsam.org

Die Ausstellung 'Mein Beitrag für Köln' in Kölner Kirchengemeinden

Die Mitmach-Ausstellung "Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen" tourte 2006 durch Kölner Kirchengemeinden:

  • Am 20.1. ist die Ausstellung in der Kreuzkirche (Macabäerstraße) gestartet und war dort bis zum 27.1 zu sehen.
  • Ab dem 12.2. war die Ausstellung parallel in den Gemeinden Pesch und Esch zu sehen.
  • Vom 11.6. bis zum 23.6. in der "Offenen Friedenskirche" in Köln Mülheim (Wallstraße).
  • Am 13.6. fand in der Kirche ein Vortrag von Silvia Hecker, Frauenbeauftragte des Ev. Kirchenkreises Köln Rechtsrheinisch statt. Thema: "Die theologischen Wurzeln der Gewalt gegen Frauen".
  • Am 21.6. fand ein Informationsabend statt zum Thema "Ursachen der Gewalt - Wege aus der Gewalt". Die Referentin ist Elisabeth Fassbender, Frauenberatungszentrum Köln e.V..
  • Vom 21.8. bis zum 27.8. in der Lutherkirche in Köln Nippes
  • 15.10. bis 29.10. in der Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Lindenthal, An der Decksteiner Mühle 1, 50935 Köln
  • Um den 8. November im Frauenzentrum Bergisch Gladbach
  • 11.12. bis 22.12. Ende der Ausstellungskarawane im Haus der Ev. Kirche, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln


Infostand und Aktion zum Thema Gewalt gegen Frauen während der WM

11 Kölner Gruppen, Institutionen und Verbände - darunter das Kölner Aktionsbündnis ‚Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen e.V.' - haben sich zusammengeschlossen, um zum Auftakt der Fußball-WM 2006 gemeinsam auf die vielfältigen Formen von Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, die während der nächsten vier Wochen gehäuft zu erwarten sind.
Stellungnahme aller 12 an der Aktion beteiligten Einrichtungen und Organisationen (PDF)

Infos u.a. über folgende bundesweite Kampagnen/Hotlines zum Thema Zwangsprostitution:

  • ABPFIFF - SCHLUSS MIT ZWANGSPROSTITUTION: wendet sich nicht gegen legale und selbst bestimmte Prostitution, sondern gezielt gegen solche Formen, bei denen Frauen physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt sind. Initiiert vom Deutschen Frauenrat, Schirmherrschaft: Klaus Wowereit (regierender Bürgermeister von Berlin) sowie Dr. Theo Zwanziger (Präsident des DFB). Weitere Infos hierzu unter www.abpfiff-zwangsprostitution.net.
  • FIM e.V. (Frauenrecht ist Menschenrecht) schaltet eine bundesweite Hotline (0180-2006110) für Freier, die Prostituierte in Not unterstützen wollen. Auf der dazugehörigen Homepage www.stoppt-zwangsprostitution.de findet mann auch Beratungsstellen vor Ort sowie den Hinweis, auf keinen Fall etwas gegen den Willen der Frau zu unternehmen.
  • Die Dortmunder Prostituierten-Hilfsorganisation ‚Mitternachtsmission' bietet vom 8. Juni bis 9. Juli einen Notruf in 14 Sprachen für gewaltbetroffene Prostituierte an (01520-4060581).
  • Und der Verein ‚Solwodi' (Solidarität mit Frauen in Not - www.solwodi.de) schaltet eine bundesweite Hotline (08000 111 777), die vom 1. Mai - 31. Juli 2006 vor allem für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution zur Verfügung steht.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass - unabhängig vom Themenbereich Prostitution - viele Frauen v.a. durch Männer im sozialen Nahbereich (sexualisierte) Gewalt erleiden werden. Männer benutzen sexualisierte Formen von Gewalt (z.B. Vergewaltigung) häufig dazu, um Frust abzubauen, Macht zu demonstrieren und eigene Minderwertigkeits- und Ohnmachtsgefühle zu kompensieren. Alkohol enthemmt zusätzlich und wenn die Mannschaft, die man unterstützt, nicht eine Runde weiterkommt, das Elfmeterschießen verliert oder gegen einen Außenseiter ausscheidet, muss mann es sich woanders beweisen.
Hilfe und Unterstützung finden gewaltbetroffene Frauen bei einer Vielzahl von Kölner Frauenberatungs-Einrichtungen: Liste mit Kontaktadressen (PDF)

Brief an Alfred Neven DuMont

Irmgard Kopetzky und Frank Arlandt schrieben im Namen des Aktionsbündnisses einen Brief an Alfred Neven DuMont. Der Brief bezieht sich auf den "Erotikführer" unter www.diskret.de, welcher vom Verlagshaus M.DuMont Schauberg betrieben wird. Augenscheinlich handelt es sich bei dieser Seite um eine Ansammlung von Inseraten von Bordellen und Prostituierten, in welcher Frauen als Ware präsentiert werden.
Den Brief an Alfred Neven DuMont lesen (PDF)

Erfolgreicher Protest - es lohnt sich, aktiv zu werden!

Auch das Aktionsbündnis hat sich an den Protesten gegen die geplante Party des FC-Fan-Projekts im Pascha-Tabledance beteiligt.
Irmgard Kopetzky, die Pressesprecherin des Aktionsbündnisses, hat ein Protestschreiben gegen die geplante Party des FC-Fan-Projekts im Pascha-Tabledance an die Geschäftsführung des 1. FC Köln geschickt. Der 1. FC Köln hat sich 2001 als Pate für unseren Jugendwettbewerb "Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben!" zur Verfügung gestellt und ein Statement gegen Männergewalt abgegeben.
Protestschreiben lesen (PDF)


Die Hintergrundinformationen über die Party können dem folgenden Artikel aus der Kölner Rundschau (PDF) entnommen werden

Nun hat der 1. FC Köln die finanzielle Zusammenarbeit mit der Pascha Tabledance GmbH beenden müssen. Mehr darüber im Express-Artikel "Fan-Projekt: Sponsoring mit Pascha beendet"

Ausgezeichnet – Engagiert im sozialen Ehrenamt

Am Freitag, 1.12.2006, wurde Irmgard Kopetzky, Mitbegründerin und Koordinatorin des „Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. – Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen“ in Düsseldorf vom Landesminister Armin Laschet für „herausragendes ehrenamtliches Engagement“ ausgezeichnet. Zum 60. Geburtstag von Nordrhein-Westfalen wurden 60 besonders engagierte Ehrenamtliche aus ganz NRW eingeladen und anlässlich des weltweiten Tages des Ehrenamtes (5.12.) mit dem „Landesnachweis NRW“ ausgezeichnet. Der Landesnachweis würdigt und erkennt bürgerschaftliches Engagement an und bescheinigt den Einsatz im Ehrenamt. Weitere Infos hierzu unter www.mgffi.nrw.de.