Unsere Aktivitäten - 2002Schwerpunkt in 2002 war das Ausstellungsprojekt Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen', das in 2001 schon versuchsweise angelaufen war. In Kooperation mit den BezirksvorsteherInnen aller Kölner Stadtbezirke konnten in den ersten beiden Juliwochen Infostände in den Bürgerämtern aufgebaut werden. Hier wurden die Bürgerinnen und Bürger über die Aktion informiert und zum Mitmachen angeregt. Zur größeren Motivation gab es ein Gewinnspiel, für das die Kaufhof AG Einkaufsgutscheine zur Verfügung gestellt hatte. Gleichzeitig wurde intensive Pressearbeit betrieben. Alle Beiträge wurden gesammelt und die Ergebnisse der dadurch enorm angewachsenen Ausstellung wurden vom 13.-15. September 2002 in den Räumen des ehem. British Council in der Hahnenstraße der Öffentlichkeit präsentiert. Die feierliche Ausstellungseröffnung fand im Rahmen einer Veranstaltung am 13. September durch die Bürgermeisterin Angela Spizig und die Leiterin des Frauenamtes, Christine Kronenberg, statt. Ein Fachvortrag von Anita Heiliger vom Deutschen Jugendinstitut in München sowie zahlreiche kulturelle Beiträge (Musik und Kabarett) rundeten den Abend ab. Das Ausstellungsprojekt wird nun an interessierte Einrichtungen verliehen und soll dadurch immer mehr Menschen zum Mitmachen anregen. So war Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen' im Herbst 2002 beispielsweise im Foyer des Berufskollegs Niehler Kirchweg aufgebaut. Viele LehrerInnen beschäftigten sich - angeregt dadurch - in ihren Klassen mit dem Thema und setzten sich auf vielfältige Weise damit auseinander. Die Ausstellung Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen', die in 2000 erarbeitet worden war, wurde auch in 2002 an Institutionen in anderen Städten verliehen (z.B. Münster, Meschede und Wetzlar). Darüber hinaus gab es eine Reihe von Anfragen, das Konzept der Ausstellung übernehmen zu dürfen. So entstanden beispielsweise in Bielefeld (Bielefeld setzt Zeichen'), Beckum (Meine Meinung zu Männergewalt an Frauen und Mädchen') und Berlin (s.u.) ähnliche Ausstellungen mit leicht abgewandelten Konzepten. Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Berlin setzte die Idee der Ausstellung im Rahmen einer internationalen Konferenz Anfang Dezember 2002 um. Die TeilnehmerInnen aus über 35 Ländern brachten Exponate aus ihrer Heimat mit und schufen dadurch die Ausstellung Die Dinge beim Namen nennen - Gewalt gegen Frauen im Alltag', die in 3 Sprachen (dt., engl., frz.) umgesetzt wurde. Zusätzlich war eine Mitarbeiterin unseres Vereins als Referentin für einen Workshop zum Thema Kreative Öffentlichkeitsarbeit' eingeladen worden und stand außerdem Patin bei der Ausstellungseröffnung. Bereits Anfang 2002 wurde das Bündnis von der Kölner so. Agentur für Kommunikation angesprochen, die Interesse an einer Pro-Bono-Kampagne zeigte. Im Laufe des Jahres wurde auf dieser Basis in enger Zusammenarbeit ein Kampagnenkonzept entwickelt, das v.a. mit Plakaten und Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen will: Männer, die Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen etc. von Tätern sind - ihre peer group' also. Die Zielsetzung ist, dass die Männer sich einmischen sollen, wenn ihnen im eigenen Umfeld Gewalt gegen Frauen auffällt. Die Agentur verschickte als nächsten Schritt Konzept und Plakatentwürfe an mögliche SponsorInnen und es ist geplant, die Kampagne in 2003 umzusetzen. Die Internetpräsenz wurde weiter ausgebaut und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert. Dies ist besonders wichtig, weil wir die Erfahrung machen, dass sich immer mehr Menschen im Internet über das Thema Männergewalt gegen Frauen' informieren und so auch Kontakt aufnehmen. Der Verein arbeitet außerdem weiterhin aktiv beim Arbeitskreis Gegen Gewalt an Frauen' mit, der beim Kölner Frauenamt angesiedelt ist und sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und der Planung von Öffentlichkeitsaktionen trifft. Darüber hinaus wurde Kontakt zu ähnlichen Bündnissen
und Vereinen in anderen deutschen Städten (z.B. München und
Berlin) aufgenommen - das Ziel ist eine bundesweite Vernetzung,
an der in den nächsten Jahren weiter gearbeitet werden soll.
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