Presse - Archiv4.12.06Ausgezeichnet Engagiert im sozialen Ehrenamt
27.11.06Pressemitteilung zur Veranstaltung am 25.11.2006 Pressemitteilung im Word-Fomat 23.10.0625.11.2006 - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen Sexualisierte Gewalt in Schulen und Jugendeinrichtungen Neben der Auseinandersetzung mit den oben gestellten Fragen ist auch die Verantwortung ALLER Thema - denn jede/r Erwachsene trägt Verantwortung dafür, wie in dieser Gesellschaft mit (sexualisierter) Gewalt umgegangen wird!
Zum Einstieg ins Thema: "Der Schatten der Lawine" (Deutscher
Kleinkunstpreis 1989) mit Lilly Walden vom Berliner Theater Wilde
Mischung' (www.wilde-mischung.de)
- Ein Stück über Gewalt und Vergewaltigung und unseren Umgang
damit. Aus der Beschreibung des Stückes:
Anschließend Podiumsgespräch mit
Rege Publikumsbeteiligung erwünscht - eigene Erfahrungen, Wünsche, Forderungen? Außerdem:
VeranstalterInnen: Der Flyer
zu der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden. Wir senden
Ihnen den Flyer auch gerne per Post zu. 26.9.06Pressemitteilung: Die Ausstellungskarawane "Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen", die in 2006 jeden Monat in unterschiedlichen Evangelischen Kölner Kirchengemeinden Stopp macht, war in den letzten Wochen in der Kirche der JVA in Ossendorf zu sehen. Diesmal war die Ausstellung nicht öffentlich zugänglich, sondern exclusiv für die Inhaftierten der JVA. Die evangelische und katholische Gefängnisseelsorge holte sie in einem ökumenischen Schulterschluss in die JVA und ermöglichte so den Straf- und U-Gefangenen eine völlig neue Art der Auseinandersetzung mit dem Thema "Männergewalt gegen Mädchen und Frauen". "Mein Beitrag für Köln" wächst seit mehreren Jahren kontinuierlich an und besteht inzwischen aus mehr als 150 Einzelbeiträgen von Kölner Bürger/innen jeden Alters und unterschiedlichster persönlicher Betroffenheit. Auf speziellen Seiten kann alles gemalt, geschrieben, geklebt und gedichtet werden, was zum Thema mitgeteilt werden will. Auch Prominente haben sich bereits beteiligt, wie z.B. Hella von Sinnen, die Wise Guys, Markus Stockhausen, Miriam Pielhau und Ludwig Sebus. Das Kölner Aktionsbündnis "Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen" macht seit dem Jahr 2000 mit den verschiedensten Aktionen auf ein nach wie vor tabuisiertes Thema aufmerksam. Männer und Frauen engagieren sich hier gemeinsam. Es werden - wie diesmal in der JVA - immer wieder unkonventionelle Wege eingeschlagen. Besonders spannend waren für alle Beteiligten in der JVA die beiden Projekttage, die vergangene Woche (18. und 20.9.2006) mit je einer Gruppe von weiblichen und männlichen Straf- und U-Gefangenen durchgeführt wurden. Die 10 bzw. 7 Teilnehmer/innen hatten sich freiwillig für den Tag gemeldet und wurden von den Seelsorger/innen in enger Zusammenarbeit mit der Gefängnisleitung aus der großen Anzahl der Bewerber/innen nach bestimmten Kriterien ausgesucht. Die Projekttage wurden von Mitgliedern des Aktionsbündnisses durchgeführt (Elisabeth Fassbender vom Frauenberatungszentrum Köln e.V. und Christina Schlarp vom Frauenreferat des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region arbeiteten mit den Frauen, Frank Arlandt von Männer gegen Männer-Gewalt Köln e.V. mit den Männern) und von den beiden Gefängnisseelsorgern Antje Hofmann und Robert Eiteneuer begleitet. Beide Gruppen sollten an den Tagen Raum erhalten, sich mit dem Thema
Gewalt im Allgemeinen, eigenen Gewalterfahrungen bzw. eigener Gewalttägigkeit
sowie der eigenen Haltung zu Gewalt auseinanderzusetzen. Alle Referent/innen betonten, wie beeindruckend die Projekttage für sie gewesen seien. Die Teilnehmer/innen berichteten übereinstimmend, dass sie von dem Tag einiges mitnehmen würden und Christina Schlarp hofft, "dass die individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema auch über den Projekttag hinaus anhalten und für die Einzelnen in ihrem zukünftigen Leben etwas verändern wird". Der nächste Halt der Ausstellungskarawane wird vom 15.-29. Oktober
2006 die Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Köln-Lindenthal
(An der Decksteiner Mühle 1) sein - weitere Termine sowie Hintergrundinfos
über die Ausstellung und das Bündnis gibt es im Internet unter
www.gemeinsam.org.
|
| Postkarte
Vorderseite Postkarte Rückseite |
Plakat
deutsch Plakat türkisch |
Außerdem sollen die Plakate und Postkarten weiter verteilt werden. Wenn Sie Interesse haben, uns dabei zu unterstützen (vielleicht kennen Sie ja weitere geeignete Orte in Köln), schicken wir Ihnen gerne einige Exemplare zu.
3. Fachaustausch zur Studie "Lebenssituation, Sicherheit und
Gesundheit von Frauen in Deutschland" die im Herbst 2004 der
Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Am 29.11. trafen sich auf Einladung
des Aktionsbündnisses mehrere VertreterInnen Kölner Beratungsstellen
und weiterer Institutionen, um die kommunale Relevanz dieser ersten repräsentativen
Untersuchung zu diskutieren und ein mögliches gemeinsames Vorgehen
zu überlegen. Ein Ergebnis des Treffens war, dass weiter am Thema
gearbeitet wird, um die ebenso erschreckenden wie beeindruckenden Ergebnisse
der Studie für die Verbesserung der Situation gewaltbetroffener Frauen
in Köln zu nutzen.
Hier einige Hintergrundtexte zum Thema:
Vortrag von Frau Dr. Monika Schröttle (Projektleiterin der Studie),
gehalten im Januar 2005 im Rahmenprogramm einer Ausstellung im Polizeipräsidium:
"Lebenssituation,
Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland"
Ergebnisse der ersten Repräsentativuntersuchung zu Gewalt gegen Frauen
in Deutschland (doc-Datei, 146 KB)
Langfassung der Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" (pdf-Datei, ca. 9 MB)
Irmgard Kopetzky, die Pressesprecherin des Aktionsbündnisses, hat
ein Protestschreiben gegen die geplante Party des FC-Fan-Projekts
im Pascha-Tabledance an die Geschäftsführung des 1. FC Köln
geschickt. Der 1. FC Köln hat sich 2001 als Pate für unseren
Jugendwettbewerb "Gewalt
gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben!" zur Verfügung
gestellt und ein Statement gegen Männergewalt
abgegeben.
Protestschreiben lesen (PDF)
Die Hintergrundinformationen über die Party können dem folgenden
Artikel
aus der Kölner Rundschau (PDF) entnommen werden.
Auf Initiative der LOBBY FÜR MÄDCHEN beteiligten sich am 11.9.05
ab 22 Uhr rund 60 Frauen und Männer an der Aktion an der KVB-Haltestelle
Florastraße in Nippes.
Pressemitteilung
weitere Infos
Weitere Aktionen sind geplant, bitte beachten Sie die Veröffentlichungen
auf dieser Seite.
1. Start der Ausstellungs-Karawane durch Evangelische Kirchengemeinden:
In 2006 wird unsere Mitmach-Ausstellung "Mein Beitrag für Köln
- eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen"
durch Kölner Kirchengemeinden touren. Am 25.11. wird die Karawane
um 15.30 Uhr im Gemeindehaus der Antoniterkirche (Antoniterstr. 14-16/Schildergasse
- hinter dem Cafe Stanton) eröffnet. Eingeladen sind alle interessierten
Bürgerinnen und Bürger. Geplant sind Grußworte von der
Bürgermeisterin Angela Spizig und einer/m Vertreter/in der Evangelischen
Kirche sowie ein Fachvortrag und musikalische Beiträge. Näheres
demnächst an dieser Stelle.
2. Postkarten- und Plakatkampagne "Männer - Eure Gewalt zerstört
auch EUER Leben!" vom 11.-25. November 2005. Näheres dazu
demnächst hier.
3. Fachaustausch zur Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit
von Frauen in Deutschland", die im Herbst 2004 der Öffentlichkeit
vorgestellt wurde. Das Kölner Aktionsbündnis lädt Vertreter/innen
von Beratungsstellen und weiteren Institutionen dazu ein, die kommunale
Relevanz dieser ersten repräsentativen Untersuchung zu diskutieren
und ein evtl. gemeinsames Vorgehen zu überlegen.
Vortrag von Frau Dr. Monika Schröttle (Projektleiterin der Studie),
gehalten im Januar 2005 im Rahmenprogramm einer Ausstellung im Polizeipräsidium:
"Lebenssituation,
Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland"
Ergebnisse der ersten Repräsentativuntersuchung zu Gewalt gegen Frauen
in Deutschland (doc-Datei, 146 KB)
Langfassung der Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" (pdf-Datei, ca. 9 MB)
Das Schreiben wurde von einer Vielzahl von Beratungsstellen und Einrichtungen unterzeichnet, die in Köln gegen Gewalt an Mädchen und Frauen tätig sind.
Kölnerinnen 2005
Sehr geehrte Frau Ministerin Fischer,
Sehr geehrte Landtagsabgeordnete,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schramma,
Sehr geehrte Ratsmitglieder der Stadt Köln,
Die Sparvorschläge der Verwaltung der Stadt Köln sehen vor,
das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männer nun endgültig
aufzulösen!
Mit nur noch 3 Planstellen - gegenüber 10,06 Stellen im Jahr 2003
- sollen Gleichstellungsaufgaben wahrgenommen werden. Diese Stellen sollen
an das Personalamt angebunden sein und nur noch die interne Frauenförderung
und Gleichstellungsarbeit umfassen.
Auf diese Weise werden nicht nur Stellen, inklusive der der Leitung des
Amtes eingespart, sondern es muss auch jegliche Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit
des Amtes eingestellt werden.
Daraus folgt, dass entscheidend wichtige Aufgaben des ehemaligen Frauenamtes nicht mehr wahrgenommen werden können.
Bereits die Ankündigung dieser massiven Sparvorschläge hat zu einer großen Planungsunsicherheit geführt. Eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung musste bereits abgesagt werden. So sollte am 16.06.2005 im Einkaufszentrum Chorweiler eine große Informationsveranstaltung zum Thema Gewalt gegen Frauen stattfinden.
Wir protestieren gegen diese verantwortungslosen und kurzsichtigen Sparmaßnahmen.
Wir bitten Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, damit das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln erhalten bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
6.1.05Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter - Gewalt gegen Frauen zerstört auch MännerDies ist der Titel einer Ausstellung, die in Kooperation mit der Kripo Köln vom 4.-14. Januar 2005 im Polizeipräsidium (Walter-Pauli-Ring 2-4 in Köln-Kalk, KVB-Haltestelle Kalk-Post) gezeigt wurde. Themenschwerpunkte sind: Häusliche Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Prävention. |
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Die Ausstellung ist ein Präventionsprojekt des Landeskriminalamtes
Niedersachsen und wurde von den Kölner VeranstalterInnen mit kommunal
interessanten Aspekten ergänzt. Außerdem wurde sie mit dem
Ausstellungsprojekt "Mein
Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Frauen"
des Aktionsbündnisses kombiniert.
Das Rahmenprogramm begann mit der offiziellen Eröffnung am
Mittwoch, 5.1.05 um 17 Uhr durch den Kölner Polizeipräsidenten
Klaus Steffenhagen und Karin Schmidt, MdR, als Vertreterin des Aktionsbündnisses.
Im musikalischen Rahmenprogramm traten die Bands "Listen here"
und "Injustice" auf.
Eröffnungsrede
von Klaus Steffenhagen
Eröffnungsrede
von Karin Schmidt
Fotos von der Eröffnungsveranstaltung
Am Mittwoch, 12.1.05 gab es von zwei Vertretern des Vereins Männer
gegen Männer-Gewalt Köln e.V. einen Vortrag zum Thema "Lieber
gewalttätig als unmännlich?". Am Donnerstag, 13.1.05 referierte
Frau Dr. Monika Schröttle vom Frauenforschungsinstitut der Universität
Bielefeld um 16 Uhr zum Thema "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit
von Frauen in Deutschland" und fasste dabei zunächst die zentralen
Ergebnisse der aktuellen Studie zu Gewalt gegen Frauen zusammen.
Vortrag von
Frau Dr. Monika Schröttle (PDF, 450 KB)
Am selben Tag um 19 Uhr informierte die Rechtsanwältin Frau Dr. Monika
Müller-Laschet über die Rechtslage bei Gewalt gegen Frauen.
Flyer 'Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter' (PDF, 153 KB)
Einige der Exponate:
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Das Kölner Aktionsbündnis hat zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen einen Forderungskatalog an den Kölner Oberbürgermeister, alle Ratsmitglieder und die Kölner Presse übergeben. Der Katalog wurde offiziell Herrn Winkelhog, den Stadtdirektor, in Vertretung von Herrn Schramma und im Beisein von Frau Christine Kronenberg, Leiterin des Kölner Amtes für Gleichstellung von Männern und Frauen überreicht.
Köln, 23. November 2004
Forderungskatalog zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, 25.11.2004
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie sicherlich wissen, ist am 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Seit dem Jahr 2000, als Köln in der bundesweiten Kriminalstatistik die Spitzenstellung bei Vergewaltigungen und schweren sexuellen Nötigungen einnahm, engagiert sich unser Bündnis gemeinsam mit Kölner PolitikerInnen, Prominenten und BürgerInnen, um auf vielfältige Weise über das Thema aufzuklären, Prävention zu betreiben und zu sensibilisieren.
So haben beispielsweise sowohl Herr Schramma als auch Frau Spizig - zusammen mit vielen weiteren prominenten KölnerInnen - je ein Exponat zur Ausstellung Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen'* beigesteuert. Die vier Bürger-meisterInnen haben in den vergangenen Jahren immer wieder die Schirmherrschaft für unsere Veranstaltungen - z.B. im Gürzenich und im KOMED - übernommen. Außerdem hat am 16.11.2000 der Rat der Stadt einstimmig eine Resolution gegen Männergewalt an Frauen beschlossen, in der u.a. zur Teilnahme an unserem Aktionstag aufgerufen wurde.
Dieses Jahr haben wir als Resultat unserer bisherigen Arbeit und anlässlich der aktuellen Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland einen Forderungskatalog für Köln entwickelt, den wir Ihnen hiermit übergeben möchten. Wir wünschen uns, dass die darin enthaltenen Punkte in der zukünftigen Kölner Politik berücksichtigt werden und sind jederzeit gerne bereit, Sie bei der praktischen Umsetzung zu unterstützen.
Vielen Dank für Ihr Interesse,
Irmgard Kopetzky
Pressesprecherin des Bündnisses
*sie ist in diesem Jahr vom 23.11.-3.12. im Deutschen Städtetag, Lindenallee 13-17, zu sehen
Anlagen:
Forderungskatalog/ Veranstaltungshinweis/ Ratsresolution aus 2000/ Studie
des BMFSFJ
Forderungskatalog als PDF-Datei (379 KB)
Dienstag, 23.11.2004, 16-20 Uhr:
In der Zentralbibliothek im Josef-Haubrich-Hof (U-Bahn Neumarkt) präsentiert
sich der Arbeitskreis 'Gegen Gewalt an Frauen und Kindern'. Auf
dem Programm stehen eine Pressekonferenz, Kurzfilme, die Liveperformance
'Frauen in Bewegung: Raus aus der Gewalt - wie kann das gehen?', ein Infotisch
sowie ein Büchertisch. Der Arbeitskreis geht außerdem mit Minipostern
und Infoscreen- Werbung in den U-Bahnen und mit einem umfangreichen Internetauftritt
unter www.stadt-koeln.de
an die Öffentlichkeit.
Mittwoch, 24.11.2004 bis Freitag, 6.12.2004, 8-18.30 Uhr:
"Das Fräulein
und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen"
Ausstellung mit Beiträgen prominenter und anderer KölnerInnen
im Foyer des Deutschen Städtetages (Lindenallee 13- 17, 50968 Köln).
Eintritt frei! Am 24.11.2004 um 10 Uhr wird die Ausstellung vom Hauptgeschäftsführer
des Deutschen Städtetages, Dr. Articus, eröffnet.
Außerdem wird das Bündnis zum Internationalen Tag gegen Gewalt
an Frauen einen Forderungskatalog an den Kölner Oberbürgermeister,
alle Ratsmitglieder und die Kölner Presse übergeben. Den Forderungskatalog
und weitere Informationen finden Sie in Kürze hier!
Kurze Inhaltsbeschreibung:
Wir laden alle Männer herzlich ein, sich in einem Workshop anhand
eigener (Selbst-) Erfahrung mit dem Thema Gewalt und Männlichkeit
auseinander zu setzen, um alternative Verhaltensweisen zu entdecken.
Es ist schön ist, ein Mann zu sein. Aber gerade deshalb kann es uns
nicht egal sein, dass es größtenteils Männer sind, die
gegenüber Frauen und Männern gewalttätig werden.
Referenten:
- Volker Hofmann, ev. Pfarrer, 40 Jahre, Vater zweier Kinder, Beauftragter
für Männerbildung in der ev. Kirche
- F.R.T. Clemens alias "Don Franco" von MAGIC STREET VOICES,
39 Jahre,
Künstler, Sozialarbeiter und Redakteur des "DGB Bürgerfunks
Böcklerplatz"
- Matthias Barkhausen, Diplom-Psychologe, 38 Jahre, verheiratet, eine
Tochter, bis 2003 sechs Jahre Berater bei "Männer gegen Männer-Gewalt
Köln e.V."
Anmeldung bis 13.9.2004 bei Volker Hofmann
Tel.: 782338 E-mail: hofmann@kirche-koeln.de
im Rahmen des Jugendwettbewerbs 'Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben!' sind im Jahr 2001 rund 100 Kölner Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 23 Jahren kreativ geworden und haben sich in Gruppen oder einzeln mit dem Thema beschäftigt. Die teilnehmenden Gruppen und Einzelpersonen repräsentierten Jugendliche aus den unter-schiedlichsten Zusammenhängen: vom Mädchentreff, schulischen Arbeitsgemeinschaften und Pfadfindergruppen über Jugendzentren in sozialen Brennpunkten und in den Außenbezirken bis zu einer Medienfachschule war alles dabei. Die Qualität und die unterschiedlichen Heran-gehensweisen (Fotoromane, Bilderbuch, Skulpturen, Texte, Fotomontagen, Songs u.v.m.) zeugten von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema. Dabei wurde deutlich, dass es sowohl bei Mädchen als auch bei Jungs diesbezüglich großen Gesprächsbedarf gibt, dem eine Menge eigener, z.T. unverarbeiteter Erfahrungen zugrunde liegen.
Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs sind daher jetzt noch einmal aufgegriffen worden und Teil eines 52-seitigen Büchleins*. Zusätzlich gibt es Fachbeiträge und weitere Informationen rund um das Thema. Das Buch soll MultiplikatorInnen in Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen zur Auseinandersetzung mit dem - immer noch sehr tabuisierten - Thema 'Männergewalt an Mädchen und Frauen' ermutigen und Handlungsbeispiele aufzeigen. In den nächsten Wochen werden 500 Exemplare des Buches kostenlos an Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen versandt. Darüber hinaus kann es im Buchhandel bestellt werden. Wir wollen pädagogisch Arbeitende motivieren, diese schwierige Thematik nicht zu scheuen. Es lohnt sich, auf Kreativität und Reflexionsbereitschaft von Jugendlichen zu setzen.
Die Mitglieder des Aktionsbündnisses bieten den PädagogInnen außerdem Coaching bei der Planung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen an. Am Bündnis sind Fachleute aus den verschiedensten Bereichen beteiligt, so z.B. Frauenberatung, Tätertherapie, Präventionsarbeit mit Jungs, Mädchenarbeit, Selbst-verteidigung, psychosoziale Betreuung, offene Jugendarbeit und vieles mehr - geballtes KnowHow also, auf das bei Bedarf zurückgegriffen werden kann.
Angesprochen sind vor allem auch männliche Pädagogen, die gerade als Vorbilder für Jungs eine große Rolle spielen. Voraussetzung für eine effektive und nachhaltige Präventionsarbeit ist hier die eigene Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt und Männlichkeit und die Entwicklung alternativer Verhaltensweisen. Daher veranstaltet das Aktionsbündnis nur für Männer im Rahmen des Begleitprogrammes zur Ausstellung 'Was sehen Sie, Frau Lot?' (12.-26.9.2004, Trinitatiskirche, Veranstalterinnen: Mädchenhaus Köln e.V. und Evangelischer Stadtkirchenverband) einen Workshop mit dem Titel 'Gewalt ist männlich... - aber Männer können sich aktiv gegen ihre Gewalt stellen' (nähere Infos demnächst auf unserer Homepage).
*Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist
voll daneben! - Kölner Youth Contest, ISBN 3-8334-0027-7, 4,80 Euro
(erhältlich im Buchhandel, beim Aktionsbündnis. Eine
Online-Bestellung bei Books on Demand ist ebenfalls möglich).
Das Buch konnte mit finanzieller Unterstützung der KG Kleine Erdmännchen
e.V. bei Books on Demand verlegt werden und wir bedanken uns an dieser
Stelle herzlich dafür.
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen des Jugendwettbewerbs 'Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben!' sind im Jahr 2001 rund 100 Kölner Kinder und Jugendliche kreativ geworden und haben sich in Gruppen oder einzeln sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Dabei wurde deutlich, dass es sowohl bei Mädchen als auch bei Jungs diesbezüglich großen Gesprächsbedarf gibt, dem eine Menge eigener, z.T. unverarbeiteter Erfahrungen zugrunde liegen.
Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs sind daher jetzt noch einmal aufgegriffen worden und Teil einer 52-seitigen Broschüre. Sie soll MultiplikatorInnen in Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen zur Auseinandersetzung mit dem - immer noch sehr tabuisierten - Thema 'Männergewalt an Mädchen und Frauen' ermutigen und Handlungsbeispiele aufzeigen. Zusätzlich gibt es Fachbeiträge und weitere Informationen rund um das Thema.
Die Broschüre ist mit finanzieller Unterstützung der KG Kleine Erdmännchen e.V. bei Books on Demand verlegt worden (ISBN 3-8334-0027-7) und kann für 4,80 Euro im Buchhandel oder bei Books on Demand online bestellt werden. Darüber hinaus werden 500 Exemplare kostenlos an Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen versandt. Die Mitglieder des Aktionsbündnisses bieten den PädagogInnen außerdem Coaching bei der Planung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen an.
Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserer Pressekonferenz
am Mittwoch, den 16. Juni um 16.30 Uhr
in der Freizeitanlage Klingelpütz
(Vogteistr. 17, Nähe Hansaring)
Teilnehmen werden: Christiane Wittich und Ossi Helling (Kölner Aktionsbündnis - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen), Barbara Koch (Pädagogin am Berufskolleg Humboldtstraße), Ewald Kappes (KG Kleine Erdmännchen e.V.)
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung (0179-3789087).
Mit freundlichen Grüßen,
Irmgard Kopetzky und Heinz Alenfelder
Kritische Ausstellung im Visier der Justiz
Ausgerechnet am 25.11., dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wurde die seit drei Jahren erfolgreiche Kölner Ausstellung 'Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen' mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Ein Lehrer besichtigte die 35 Exponate, die derzeit im Kalk-Karree zu sehen sind und sah Gefahr für seine SchülerInnen: zwei der Ausstellungstafeln hätten seiner Ansicht nach pornografische Inhalte. Sofort verständigte er die Kripo, die daraufhin ermittelte und die beiden Exponate vorerst schwärzen ließ.
Ein Exponat war im Jahr 2000, als die Ausstellung konzipiert und das erste Mal im Kölner Gürzenich und im Spanischen Bau ausgestellt wurde, von dem NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens zur Verfügung gestellt worden. Es handelt sich um in der Tat sehr frauenverachtende 'Modefotos' international bekannter Fotografen wie z.B. Helmut Newton, die Herr Behrens einem EMMA-Artikel entnommen hatte, in dem kritisch über diese Art der Fotografie berichtet wurde. Sowohl aus dem Text der EMMA, der auszugsweise Teil des Exponates ist als auch aus dem Statement von Herrn Behrens geht deutlich hervor, in welchem Zusammenhang diese Fotos gesehen werden müssen. So schreibt Behrens: "Fotos, die Frauen auf ihren - entblößten - Körper reduzieren, sie zur Ware machen, ihnen ihre Persönlichkeit nehmen. Ästhetik sexualisierter Gewalt - wie armselig." Auch das eine Form alltäglicher Gewalt gegen Frauen.
Das zweite Exponat besteht aus z.T. extrem geschmacklosen, gewalttätigen und gleichzeitig sexualisierten SMS-Sprüchen, die sich Schüler aus dem Internet heruntergeladen haben, um sie ihren Klassenkameradinnen 'aus Spaß' auf's Handy zu schicken. Diplom-Sozialpädagogin Irmgard Kopetzky, die mit jugendlichen Mädchen arbeitet, wurde von einer Schülerin auf diese Art der sexuellen Belästigung aufmerksam gemacht und machte daraus ihren Ausstellungsbeitrag. Das Statement hierzu lautet: "'Coole' SMS-Sprüche aus dem Internet. Dieses Jahr schon 250.000 mail abgerufen. Nicht nur frauen- sondern menschenfeindlich." Die Schülerin war übrigens davon begeistert, dass die Sprücheklopfer durch diese Aktion sichtbar gemacht und kritisiert wurden, denn sie und ihre Freundinnen fühlten sich hilflos und bis dahin ungeschützt.
Zu den Pornografie-Vorwürfen erklärt das Aktionsbündnis:
Kinder und Jugendliche werden täglich mit gewalttätigen und
frauenfeindlichen Aussagen und Bildern konfrontiert - sei es in der Werbung,
in Musikvideos, im Internet oder im Schul- und Freizeitalltag. Auf dieser
Grundlage kann sich bei den Jungs Frauenverachtung und Chauvinismus, bei
den Mädchen ein geringes Selbstwertgefühl und ein falsches Selbstbild
entwickeln. Verantwortlicher pädagogischer Umgang mit solchen Phänomenen
zeigt sich darin, solche Konfrontationen nicht tot zu schweigen, sondern
den Kindern und Jugendlichen zu helfen, das menschenverachtende solcher
Sprüche, Bilder etc. zu erkennen und zu reflektieren. Dazu kann diese
Ausstellung dienen. Verschiedene Formen alltäglicher Gewalt gegen
Frauen sind hier aus dem alltäglichen Zusammenhang herausgenommen
und in ein kritisches Gesamtkonzept eingebunden worden. Die Ausstellung
wurde schon von etlichen Schulklassen als Anregung für Unterrichtsgestaltung
und kritische Aufarbeitung genutzt.
Die Polizeiaktion halten wir für einen Angriff auf die Bemühungen, lebensnahe und alltagstaugliche Aufklärung zu betreiben, BesucherInnen zum Nachdenken anzuregen und nachhaltige Präventionsarbeit engagierter PädagogInnen zu unterstützen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Dezember im Kalk-Karree zu besichtigen.
Heinz Alenfelder, Mitglied des SprecherInnen-Rats des Kölner
Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an
Frauen mailt am 30.8.03 an den KStA:
Vielen Dank für
Ihren Bericht über den öffentlichen Protest des Mädchenhauses,
den ich als Vertreter des Kölner Aktionsbündis zum 25.11.
- Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen ausdrücklich
unterstütze. Gewalt gegen Frauen beginnt heutzutage in den Medien.
Die simple Darstellung nackter Frauen ist dabei nur ein Teil des Problems,
die angebliche Verschleierung offentlicher Nacktheit (sei
es durch sog. Kleidung wie Tanga oder String oder auch durch Bodypainting,
das Malen auf den nackten Körper) arbeitet viel subtiler. Bei bemalten,
nackten Oberkörpern gibt es für die Männer etwas zu entdecken,
der Reiz ist um vieles größer! Meine Erfahrung zeigt, dass
mit diesem größeren Reiz bei einigen Männern die Gewaltbereitschaft
steigt, wenn sie eine Frau erobern wollen. Im schlimmsten
Fall wird der misshandelten Frau vom Richter im Vergewaltigungsprozess
vorgeworfen, sie habe sich zu aufreizend gekleidet!
Insofern greift gesamtgesellschaftlich keineswegs die lächerliche
Rechtfertigungssammlung der Agentur: ob 51 Minuten statt 4 Stunden, ob
freiwillig oder durch die wirtschaftliche Lage gezwungen, ob 48 oder hundert
nackter Frauen: das Alles spielt keine Rolle, soll der Männergewalt
vorgebeugt werden.
Ich bin sicher, dass der 1.FC Köln, der unseren Verein vor 2 Jahren
ebenso intensiv unterstützte wie die Ehefrau Ihres Herausgebers,
Hedwig Neven-DuMont, die Bundesligafeier stilvoller und wesentlich frauenfreundlicher
gestaltet hätte. So aber ist für mich erhärtet worden:
Fussball ist und bleibt ein Männersport.
Informationen über die Aktion des Mädchenhauses
Reaktionen auf die Veranstaltung Bundesliga-Jubiläum - Halb nackte Frauen...
Presse-Mitteilung von Bürgermeisterin Angela Spizig
Vor nicht allzu langer Zeit fand in Köln an Plakatwänden und KVB-Haltestellen eine Werbekampagne der Bildzeitung statt, die wegen ihrer sexistischen Bilder und Texte bei den Kölnerinnen und Kölnern ungewöhnlich heftige Reaktionen auslöste. Bürgermeisterin Angela Spizig startete eine Initiative im Rat, bei der sich zwei Drittel der Ratsmitglieder an einem Protestschreiben an den Deutschen Werberat beteiligten. Darüberhinaus lud Frau Spizig zu einer Gesprächsrunde ein, bei der über die Wirkung und den Umgang mit menschenverachtender Werbung im öffentlichen Raum diskutiert werden sollte.
An diesem Gespräch nahmen diese Woche in den Räumen der Stadtwerke Köln 13 Personen teil: Christine Kronenberg, Leiterin des Amtes für Gleichstellung, Frauke Mahr, Öffentlichkeitsreferentin des Mädchenhauses, Irmgard Kopetzky vom Kölner Aktionsbündnis 'Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen', Frau Monika Kranz als Bürgerin und ihre Tochter Berit (Schülerin,17). Von den Stadtwerken Köln waren der Geschäftsführer Herr Dr.Räpple und Herr Friesenhahn sowie Herr Beer aus der Rechtsabteilung vertreten, außerdem Herr Wagner als Geschäftsführer der Kölner Außenwerbung, die Herren Keppler und Bischoff von JCDecaux Deutschland und der Leiter des Ordnungsamtes, Herr Kilp.
Übereinstimmend wurde kritisiert, daß man sich den frauenfeindlichen Bildern und Botschaften solcher Werbekampagnen im öffentlichen Raum nicht entziehen kann. Es wurde überlegt, welche Möglichkeiten bestehen, die Situation zu verändern.Die beteiligten Firmenvertreter machten deutlich, daß auch sie solche Formen der Werbung als "nicht wünschenswert" betrachten. Ihnen seien aber aufgrund von Verträgen und wirtschaftlichen Zwängen die Hände gebunden. In der Diskussion ging es vor allem um das Spannungsfeld zwischen Werbefreiheit auf der einen und der Wahrung der Menschenwürde auf der anderen Seite. "Ein höheres Maß an Sensibilität und Rücksichtnahme bei den Produzenten ist nötig" sagte einer der anwesenden Geschäftsführer.
Ein Ergebnis dieser Gesprächsrunde: Die Unternehmensvertreter werden
ihre kritische Haltung gegenüber frauenfeindlicher Werbung in einem
Brief an die entsprechenden Firmen und Agenturen zum Ausdruck bringen.
Die Initiatorinnen der Diskussionsrunde begrüßen diese Entscheidung.
Sie sind jedoch nicht bereit, die zur Zeit anscheinend noch geltende
Höherwertigkeit von Werbefreiheit und wirtschaftlichen Interessen
gegenüber dem Schutz vor menschen- und frauenverachtenden Bildern
und Texten in der Öffentlichkeit hinzunehmen. Bürgermeisterin
Spizig: "Diese Gesprächsrunde ist ein erster Schritt.Wir werden
das Thema auf rechtlicher und politischer Ebene weiter verfolgen."
Bürgermeisterin Angela Spizig
Köln, den 20.02.03
25.11. - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen weiter aktuell!
Der aktuelle Skandal um die BILD-Werbekampagne zeigt, wie vielfältig, umfangreich und aktuell das Thema des Internationalen Aktionstages, der sich am kommenden Montag zum 25. Mal jährt, ist. Viele haben sich über diese Kampagne beschwert - in Köln beschäftigte die Werbung für die 'Geschichten aus dem Bettkästchen' sogar den Rat der Stadt: rund zwei Drittel der Ratsmitglieder unterzeichneten ein Protestschreiben. Darüber hinaus gibt es eine Initiative, die solch sexistische, erniedrigende Werbungen in Zukunft für immer aus dem Stadtbild verbannen will.
Erneut ist eine Forderung des Aktionsbündnisses aus dem Jahr 2000 aufgegriffen worden: als Auswertung des damaligen Aktionstages übergab das Bündnis am 19.12. einen Forderungskatalog an die Kölner Politik, in dem sieben Forderungen und drei Wünsche enthalten waren. Einer der drei Wünsche richtete sich an die Kölner Printmedien und die Werbewirtschaft: hier wurde u.a. die Kölner Außenwerbung dazu aufgerufen, künftig keine Aufträge mit frauenfeindlichem Inhalt mehr anzunehmen.
Durch unsere Arbeit mit Prominenten und PolitikerInnen ist nun die Zeit für eine Veränderung in diesem Bereich reifer und die Beteiligten sind durch die kontinuierliche Sensibilisierung aufgeklärter. Hier gibt es die Chance, Zeichen zu setzen und damit deutlich zu machen, dass wir in Köln die Schnauze voll haben!
In den letzten beiden Jahren hat das Aktionsbündnis im Rahmen von großen Veranstaltungen im Gürzenich (2000) und im Mediapark (2001) mit dem Thema 'Männergewalt gegen Mädchen und Frauen' auseinandergesetzt. Damit und mit den beiden Ausstellungsprojekten 'Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen' sowie 'Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen' haben wir bisher schätzungsweise rund 6500 Menschen erreicht, die sich aktiv zusammen mit uns mit dem Thema beschäftigt haben. Das ist gut, aber noch lange nicht genug!
In Zukunft wollen wir das ganze Jahr über durch Aktionen und Kampagnen auf verschiedenen Ebenen die Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Thema in Gang halten. Für 2003 sind u.a. geplant: eine große Plakat- und Anzeigenkampagne in Kooperation mit der So. Agentur für Kommunikation, Dokumentation des Jugendwettbewerbs aus 2001 als Grundlage für Präventionsarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen, bundesweite Vernetzung mit ähnlichen Bündnissen, gezielte Lobbyarbeit in Köln. Schwerpunkt ist die Fortsetzung der ganzjährigen öffentlichen Auseinandersetzung und die dringend notwendige Handreichung an LeherInnen und SozialarbeiterInnen für die Arbeit mit Jugendlichen.
Mitmachaktion für Alle: Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen'
Seit einigen Tagen beherrschen zahlreiche bekanntgewordene Vergewaltigungen die öffentliche Diskussion in Köln. Vergewaltigungen stehen mit an der Spitze der Gewaltspirale gegen Mädchen und Frauen. Konsequente Verfolgung, Bestrafung und Therapierung der Täter ist EIN Element von notwendiger gesellschaftlicher Reaktion.
Dieses Element muss aber dringend durch die längst überfällige öffentliche Auseinandersetzung über Ursachen von und Umgangsweisen mit den verschiedensten Formen von Gewalt ergänzt werden. "Uns ist es sehr wichtig, klar zu machen, dass Männergewalt an Mädchen und Frauen vielschichtig ist und nicht erst bei brutaler körperlicher Gewalt, sondern schon viel früher anfängt", erklärt Irmgard Kopetzky, Koordinatorin des Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen'.
Das Bündnis hat sich vor zwei Jahren gegründet und erstmals in Köln engagieren sich hier Männer und Frauen GEMEINSAM gegen Männergewalt. In den letzten beiden Jahren wurde vor allem durch große Veranstaltungen zum 25.11. (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen), die Ausstellung Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen' und einen Jugendwettbewerb (Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben') auf das brisante Thema aufmerksam gemacht.
Die Aktionen fanden bisher breite Unterstützung v.a. bei Kölner PolitikerInnen (z.B. Schirmherrschaft durch die vier BürgermeisterInnen, OB Fritz Schramma beteiligte sich an der Ausstellung) und Prominenten (Sven Ottke, Esther Schweins, Hans Meiser, Ulla Kock am Brink, 1. FC Köln, Hedwig Neven DuMont, Ludwig Sebus, Mariele Millowitsch und viele, viele mehr). Schon dadurch wird deutlich, dass Männergewalt gegen Mädchen und Frauen ALLE angeht.
"Es ist aber nicht damit getan, Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken oder alle Mädchen und Frauen im Nahkampf auszubilden. Gewalt fängt - ebenso wie Respekt - in den Köpfen der Menschen an und genau diesen Teil des Körpers wollen wir mit unseren Aktionen mobilisieren" sagt Irmgard Kopetzky. Durch kreative und ungewöhnliche Arten der Auseinandersetzung mit dem Thema sollen Männer und Frauen sensibilisiert und dazu ermutigt werden, sich einzumischen und aktiv zu werden. Es liegt in der Verantwortung jeder/s Einzelnen, Männergewalt gegen Mädchen und Frauen in all ihren Formen endlich zu enttabuisieren und ihr offen und entschlossen entgegenzutreten.
In Kooperation mit dem Frauenamt und den Bürgerämtern (ehem. Bezirksämtern) sollen jetzt - noch mehr als bisher - die Kölnerinnen und Kölner angesprochen und dazu ermuntert werden, ihre Erfahrungen, Ängste, Anregungen, Hoffnungen und Wünsche auf den vorgefertigten Seiten zu Papier zu bringen.
Vom 1.-12. Juli werden in den neun Kölner Bürgerämtern Infostände aufgebaut, an denen die KölnerInnen alles zur Mitmachaktion erfahren. Zusätzlich können sie sich an einem Gewinnspiel beteiligen, für das die Kaufhof AG Einkaufsgutscheine als Preise zur Verfügung gestellt hat. Rückgabe- bzw. Einsendeschluß für Beiträge und Gewinnspielbögen ist der 20. Juli 2002. Alle Beiträge werden dann vom 13.-15. September in den Räumen von KölnDesign (Hahnenstr. 6, ehem. British Council) ausgestellt, zusätzlich wird es dort am Abend des 13.9. eine Veranstaltung mit inhaltlichen und kulturellen Beiträgen geben.
Es geht um alle Formen der Gewalt, auch alltägliche, subtile, versteckte, objektiv vielleicht "nicht so schlimme" - und die Betrachtung des Themas aus vielen unterschiedlichen Perspektiven (Kinder, Jugendliche, betroffene Frauen, Angehörige, ArbeitgeberInnen, KünstlerInnen, RichterInnen, alte Menschen...). Die Aktion wurde bereits im Vorfeld des 25.11.2001 gestartet und bisher haben sich schon mehr als 40 KölnerInnen mit einem individuellen Beitrag daran beteiligt (u.a. Markus Stockhausen, Hella von Sinnen, die Wise Guys, Miriam Pielhau, Dimi Breuch, Ruth Schiffer und Franz-Josef Knieps).
Alle Seiten werden zu Ausstellungs-Büchern gebunden, einige zusätzlich zu Plakaten vergrößert. Diese Ausstellung wird verliehen und wandert umher, während ihre BesucherInnen wiederum zur Teilnahme motiviert werden. Somit bleibt sie dynamisch und wächst ständig weiter an. Durch die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema können langfristige Veränderungen in den Köpfen der Menschen stattfinden, der Umgang miteinander und die Aufmerksamkeit füreinander können verbessert werden und das Klima für Mädchen und Frauen in Köln (und überall) kann sich positiv verändern.
Gestohlenes Implantat ersetzt
Die Kölner Ausstellung Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen' ist wieder vollständig!
Das von Ulla Kock am Brink gespendete Silikonkissen*, das im März 2001 im Bergheimer Stadthaus geklaut wurde (der Express berichtete), konnte nach langen Bemühungen endlich ersetzt werden. In einer spontanen bürgerschaftlichen Aktion organisierten Frau Scho-Antwerpes und Herr Prof. Dr. Wolff, Chefarzt der Frauenklinik im Krankenhaus Holweide, Ersatz. Welche Freuden der Dieb/die Diebin mit dem Original-Kissen inzwischen hatte, ist uns nicht bekannt.
Die vielbeachtete Ausstellung wurde vom Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen' im Herbst 2000 zusammengestellt und bisher u.a. in Köln (2000: Gürzenich, Spanischer Bau des Rathauses, 2001: Stadthaus Deutz), Bergheim, Aachen, Meschede und Wetzlar gezeigt. Inzwischen haben schon mehrere 10 000 Menschen die insgesamt 35 Exponate von Regierungspräsident Roters, Innenminister Behrends, Hella von Sinnen, Joey Kelly, Colombina Colonia-Präsidentin Annegret Cremer und vielen anderen gesehen. Die Ausstellung wird gegen Gebühr verliehen, ein ausführlicher Katalog wird auf Anfrage zugeschickt.
Weitere Informationen über das Bündnis, die Ausstellung und die Verleihbedingungen unter www.gemeinsam.org oder Tel.: 0221/1207367.
*Ausstellungstext: "Es wird geschnitten, gepolstert, Fett abgesaugt und munter aufgespritzt. Das hat mit Schönheit wenig zu tun, wohl aber mit Gewalt. Gegen sich selbst".
Gemeinsam gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen
Aktionstag am 25.11.2001 im KOMED, Mediapark Köln
"Alltägliche Männergewalt gegen Frauen betrifft alle, doch weil sie vor allem im Verborgenen stattfindet, müssen Wege gefunden werden, sie öffentlich zu machen und dadurch zu verhindern", betont der 1. FC Köln. Zusammen mit Hedwig Neven DuMont übernahm der Kölner Fußball-Bundesligist daher die Patenschaft für den Jugendwettbewerb Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben'. Mit dem Wettbewerb, der seit Mitte September läuft, möchte das Kölner Aktionsbündnis zum 25.11.' in diesem Jahr ganz gezielt Jugendliche dazu animieren, sich kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
Der Jugendwettbewerb ist eingebettet in den diesjährigen Aktionstag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen', der am 25.11.2001 ab 15 Uhr im KOMED (Mediapark) stattfindet. Für die Schirmherrschaft konnten wir - wie auch für den Aktionsabend im letzten Jahr im Gürzenich - wieder die vier Kölner BürgermeisterInnen Renate Canisius (SPD), Josef Müller (CDU), Angela Spizig (GRÜNE) und Manfred Wolf (FDP) gewinnen.
Auf dem Programm des Aktionstages steht neben der Vorstellung und Prämierung der Einsendungen des Jugendwettbewerbes (durch das Programm führt u.a. Andreas Stenschke), die Präsentation von Mein Beitrag für Köln - eine Seite gegen Männergewalt an Mädchen und Frauen'. Bei dieser Aktion sind alle Kölner BürgerInnen - bereits im Vorfeld oder am Aktionstag selbst - dazu aufgerufen eine Seite zum Thema zu gestalten, Stellung zu beziehen und sich so für ein besseres Klima für Mädchen und Frauen in unserer Stadt einzusetzen. Alle Seiten werden zu einem Ausstellungs-Buch gebunden, einige sollen darüber hinaus Bestandteil einer Plakatkampagne in 2002 werden. Die Seiten liegen zum Mitnehmen ab sofort an folgenden Orten aus (bitte unbedingt veröffentlichen): in allen Filialen von Kölner Bank, VHS und Stadtbücherei, im Domforum und bei KISS. Weitere Inhalte des Tages sind eine Infobörse mit Rallye, kulturelle Beiträge, ein Abschlusskonzert, sowie -disco.
Das Aktionsbündnis zum 25.11.' ist der erste Zusammenschluss von Männern und Frauen gegen Männergewalt in Köln (bestehend seit August 2000). Die gemeinsame Aktion macht Sinn. Denn: Männergewalt an Mädchen und Frauen schadet Frauen UND Männern. Das Aktionsbündnis will in Köln ein Klima schaffen, in dem Männergewalt an Mädchen und Frauen gesellschaftlich geächtet und konsequent verfolgt wird. Ziel ist es auch, eine Diskussion auf allen Ebenen in Gang zu setzen, um eine Bewußtseinsänderung zu bewirken, die einen verantwortlicheren Umgang mit dem Thema zur Folge hat.
Koordination: Irmgard Kopetzky (mobil: 0179-3789087)
Aktionsbündnis zum 25.11.,
Melchiorstr. 3. 50670 Köln,
Tel.: 0221/1207367, Fax: 0221/1207368,
info@gemeinsam.org
16. September 2001:
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2001 ruft das
Aktionsbündnis zu einem Jugendwettbewerb auf. Unter dem Motto "Gewalt
gegen Mädchen und Frauen ist voll daneben" können bis zum
9. November Texte, Fotos, Grafitti, Videos und CD's eingesendet werden.
Die Patenschaft über den Wettbewerb haben Hedwig Neven Dumont und
der 1. FC Köln übernommen. Aktiv unterstützen den Jugendwettbewerb
der Jugendfilmclub und JUKOBOX.
Presseberichte
Einstimmig hat der Rat der Stadt Köln am 16.11.2000 die Resolution "Keine Toleranz für Gewalt an Frauen" beschlossen. Darin rufen die 91 Ratsmitglieder alle Kölnerinnen und Kölner u.a. dazu auf, sich an der Abendveranstaltung am 25.11. im Gürzenich zu beteiligen.
Veranstaltet wird der Abend mit Podiumsdiskussion, Infobörse, Ausstellung, Musik und Kabarett vom ‚Kölner Aktionsbündnis zum 25.11. - Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen'. Das Aktionsbündnis ist der erste Zusammenschluß von Männern und Frauen gegen Männergewalt in Köln.
Der Eintritt zur Veranstaltung anläßlich des ‚Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen' ist kostenlos. Sie startet um 18 Uhr mit Informationsangeboten von über 20 Kölner Initiativen und Einrichtungen.
Zusätzlich kann die Ausstellung ‚Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen' mit Beiträgen von Prominenten (u.a. Jürgen Becker, Dr. Fritz Behrens, Joey Kelly, Ulla Kock am Brink, Mariele Millowitsch, Kai Pflaume, Kalle Pohl, Jürgen Roters, Esther Schweins, OB Fritz Schramma, Klaus Steffenhagen, Hella von Sinnen) schon vorab besichtigt werden. Sie wird am Sonntag, 26.11.2000 um 19 Uhr im Spanischen Bau des Rathauses offiziell eröffnet und soll dort bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10.12.) gezeigt werden.
Die Diskussion beginnt um 19 Uhr und wird von Ina Rumpf (Radio Köln) und Hans Meiser (RTL) moderiert. Es diskutieren: Matthias Barkhausen (Männer gegen Männer-Gewalt e.V.), Julia Berghoff (Deutscher Werberat), Christiane Giebic (Deutscher Presserat), Gerhard Hafner (Mannsarde gegen Männergewalt e.V., Berlin; Weiße-Schleifen-Kampagne), Marianne Hürten (MdL, B90/ Die Grünen), Veronika Huße (Kripo Köln, KK Vorbeugung), Monika Lenzen (Kripo Köln, KK 12 - Sexualdelikte), Frauke Mahr (Mädchenhaus Köln e.V.), Gaby Naumann (WenDo-Trainerin), Claus Schiederich (Kääls e.V. - Kölner Männerforum), Wolfgang Schuch (Ex ‚Heiter bis Wolkig'), Lie Selter (Frauenamt Köln), Dr. Inge von Bönninghausen (Vorsitzende des Deutschen Frauenrates), Hella von Sinnen (Künstlerin).
Im Anschluß daran treten die Kabarettistin Dada Stievermann, Marie-Luise Nikuta und die MAGIC STREET VOICES mit ihrem Lied zum 25.11. "Du bist dran, Mann", auf.
Die vier Kölner BürgermeisterInnen, Renate Canisius (SPD), Josef Müller (CDU), Angela Spizig (GRÜNE) und Manfred Wolf (FDP) haben gemeinsam die Schirmherrschaft für den Abend übernommen. Pate der Veranstaltung ist der Boxweltmeister Sven Ottke. Zusätzlich konnten bereits zahlreiche SponsorInnen und UnterstützerInnen gewonnen werden.
Resolution "Keine Toleranz für Gewalt an Frauen" lesen
"Gewalt zeugt für mich nicht von Stärke, sondern von Schwäche. Wer Frauen schlägt, hat für mich verloren", begründet Box-Weltmeister Sven Ottke sein Engagement beim Kölner Aktionsbündnis ‚Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen'. "Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Sven Ottke", betont Koordinatorin Irmgard Kopetzky, "weil wir damit hoffentlich auch Männer erreichen, die sich normalerweise nicht mit dem Thema auseinandersetzen."
Das Aktionsbündnis ist der erste Zusammenschluß von Männern und Frauen gegen Männergewalt in Köln. Seit August planen 14 Kölner Frauenprojekte, Männergruppen und engagierte Einzelpersonen eine Veranstaltung anläßlich des ‚Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen'. Sie findet am 25.11. ab 18 Uhr im Kölner Gürzenich statt. Die vier Kölner BürgermeisterInnen, Renate Canisius (SPD), Josef Müller (CDU), Angela Spizig (GRÜNE) und Manfred Wolf (FDP) haben gemeinsam die Schirmherrschaft für den Abend übernommen. Pate der Veranstaltung ist der Boxweltmeister Sven Ottke. Zusätzlich konnten bereits zahlreiche SponsorInnen und UnterstützerInnen gewonnen werden.
Auf dem Programm stehen eine Podiumsdiskussion, eine Infobörse, die Ausstellung ‚Das Fräulein und der Stöckelschuh - die alltägliche Gewalt gegen Frauen' mit Beiträgen von Prominenten, Musik und Kabarett. Die Diskussionsrunde wird von Ina Rumpf (Radio Köln) und Hans Meiser (RTL) moderiert. Es diskutieren u.a.: Frauke Mahr (Mädchenhaus Köln e.V.), Matthias Barkhausen (Männer gegen Männer-Gewalt Köln e.V.), Claus Schiederich (Kääls e.V. - Kölner Männerforum), Hella von Sinnen, Monika Lentzen und Veronika Hupe (Kripo Köln), Christiane Giebic (Deutscher Presserat), Julia Berghoff (Deutscher Werberat), Gerhard Hafner (Weiße-Schleifen-Kampagne), Lie Selter (Frauenamt Köln).
Die Kölner Band MAGIC STREET VOICES hat extra für diese Aktion ein Lied geschrieben, das am 25.11. das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Titel: "Du bist dran, Mann".
Mehr Informationen über Sven Ottke
Kölner Aktionsbündnisses zum 25.11 gegründet.
Welches Mädchen, welche Frau kennt sie nicht - sexistische Werbung im Straßenbild, die 'blöden Sprüche' der Schulkameraden oder der Kollegen im Büro, die 'Alt-Herren-Witze' am Stammtisch, das 'zufällige' Po-Grapschen im Gedränge des Plattenladens, den nächtlichen Umweg aus Angst vor Übergriffen auf unbeleuchteten Wegen.... Diese alltägliche Gewalt an Frauen - bis hin zu Prügeln, Vergewaltigung und Mord - zu ächten und zu stoppen, ist das Ziel des neugegründeten 'Kölner Aktionsbündnis zum 25.11'. Es ist der erste Zusammenschluss von Männern und Frauen im Kampf gegen Männergewalt in Köln. Am 25. August diesen Jahres wurde er von 13 Kölner Organisationen und Einzelpersonen ins Leben gerufen. Initiatorinnen waren Irmgard Kopetzky und Gabriele Weis vom 'Notruf für vergewaltigte Frauen e.V.' in Köln. Angeschlossen haben sich beispielsweise die Männerinitiativen 'KÄÄLS e.V.' und 'Männer gegen Männer-Gewalt Köln e.V.' sowie das 'Frauenberatungszentrum Köln e.V.' und 'Wildwasser e.V.'
Das Bündnis organisiert eine mehrstündige Abend-veranstaltung am 25. November, dem 'Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen'. Prominente Persönlichkeiten haben bereits ihre Beteiligung zugesagt, wie beispielsweise der Stadtsuperintendent Karl Schick und Daniel Bittner, Sprinter vom ASV Köln. Als Schirmfrauen und Schirmherr wurden gewonnen: Renate Canisius (SPD), Angela Spizig (GRÜNE) und Josef Müller (CDU). Manfred Wolf (FDP) ist derzeit in Peking. Das Aktionsbündnis ist zuversichtlich, den vierten Bürgermeister der Stadt Köln auch noch gewinnen zu können, so dass die Schirmherrschaft geschlechtlich paritätisch und überparteilich besetzt sein wird.
So alltäglich Männergewalt an Frauen und Kindern ist, so unbekannt ist
der 'Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen'. Das soll sich in Köln
ändern. Der 25. November wurde 1981 von lateinamerikanischen Feministinnen
zum Gedenktag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen. An diesem Tag wurden
im Jahr 1960 die Mirabal-Schwestern in der Dominikanischen Republik gefoltert,
vergewaltigt und getötet. Der Gedenktag soll erinnern an die Gewalt, die
Mädchen und Frauen weltweit tagtäglich zugefügt wird, allein aufgrund
ihres Geschlechts. Das Kölner Aktionsbündnis will mit der Veranstaltung
'Gemeinsam gegen Männergewalt an Frauen' am Aktionstag für jede Form der
Männergewalt sensibilisieren und zur Gegenwehr aufrufen. Hierzu wird das
Aktionsbündnis bereits vor dem Gedenktag im November aktiv:
Aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage unter www.aktiv.org.
Weitere interessierte Initiativen und Einzelpersonen sind dazu aufgerufen, sich dem Aktionsbündnis als Unterstützer und Unterstützerinnen anzuschließen. Erster prominenter Unterstützer ist Jürgen Becker.
Erreicht werden sollen mit den Aktionen vor allem Männer. "Du bist dran, Mann!", lautet die unmissverständliche Aufforderung der Kölner Band MAGIC STREET VOICES. Der gleichnamige, eigens für die Aktion komponierte Song wird am 25. November erstmalig präsentiert werden. Feierlich enthüllt werden soll dann zudem das geplante Ausstellungsprojekt: Prominente Kölnerinnen und Kölner werden gebeten, einen Gegenstand einzusenden, der für sie Männergewalt an Frauen symbolisiert. Die anschließende Podiumsdiskussion soll weitere Denk- und vor allem auch Handlungsanstöße geben. Expertinnen und Experten aus Männerinitiativen sowie Frauen- und Mädchenprojekten werden mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Erziehung, Bildung, Kirche und Polizei das bestehende Präventionsangebot vorstellen und Defizite aufzeigen. Aktive Gruppen werden an Infotischen über Angebote zu Prävention, Opferschutz, männlichem Rollenverständnis und Täterarbeit aufklären. Eine Infobörse soll dazu anregen, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln und sie im Anschluss an den Aktionstag umzusetzen.
Irmgard Kopetzky setzt auf den 'Domino-Effekt': "Wir wollen mit dem Aktionstag einen Anstoß geben und hoffen, dass damit der Kampf gegen Männergewalt an Frauen in Köln auf eine breitere Basis gestellt werden kann." Dringend nötig wäre das, denn Köln nimmt in der bundesweiten Kriminalitätsstatistik von 1999 bei den Vergewaltigungen und schweren sexuellen Nötigungen den traurigen Spitzenplatz ein. Alle am Aktionsbündnis Beteiligten arbeiten ehrenamtlich. Sponsorangebote (Kontakt über die Homepage) und Spenden auf das Konto 324 29 55 der Stadtsparkasse Köln unter dem Stichwort "Aktionsbündnis" sind willkommen.